# Zahnarzt-Abkürzungen: FDI-Schema, Zahnflächen und Befundkürzel

Die meisten Abkürzungen beim Zahnarzt stammen aus vier Quellen: dem FDI-Zahnschema, den Zahnflächen, den Kürzeln im Heil- und Kostenplan und den Kurzbezeichnungen des BEMA. Diese Liste erklärt sie und nennt die Stelle, an der sie verbindlich festgelegt sind.

## FDI-Schema: wie Zahnnummern aufgebaut sind

Im FDI-Zahnschema hat jeder Zahn eine zweistellige Nummer. Die erste Ziffer nennt den Quadranten, die zweite die Position des Zahns, gezählt von der Mitte nach hinten. „36“ heißt also: dritter Quadrant, sechster Zahn. Gesprochen wird die Nummer meist als „drei-sechs“.

Die Quadranten werden aus Sicht der Patientin oder des Patienten benannt:

- **1**: Oberkiefer rechts
- **2**: Oberkiefer links
- **3**: Unterkiefer links
- **4**: Unterkiefer rechts

Die zweite Ziffer steht bei bleibenden Zähnen für:

- **1**: mittlerer Schneidezahn
- **2**: seitlicher Schneidezahn
- **3**: Eckzahn
- **4**: erster Prämolar
- **5**: zweiter Prämolar
- **6**: erster Molar
- **7**: zweiter Molar
- **8**: dritter Molar (Weisheitszahn)

Das bleibende Gebiss reicht damit von 11 bis 48. Dieselben Nummern verwenden Krankenkassen und Zahnärzte im elektronischen Antragsverfahren. Die [Technische Anlage zum elektronischen Beantragungs- und Genehmigungsverfahren](https://www.gkv-datenaustausch.de/media/dokumente/leistungserbringer_1/zahnaerzte/elektronische_beantragungs__und_genehmigungsverfahren/technische_anlagen_aktuell_5/20250630_TA_EBZ_v2.1_oA.pdf) von KZBV und GKV-Spitzenverband führt sie als Schlüssel von „1. Zahn oben rechts“ (11) bis „8. Zahn unten rechts“ (48).

## Zahnschema im Milchgebiss

Für Milchzähne gelten die Quadranten 5 bis 8 in derselben Reihenfolge: 5 oben rechts, 6 oben links, 7 unten links, 8 unten rechts. Jeder Quadrant hat fünf Milchzähne:

- **1**: mittlerer Milchschneidezahn
- **2**: seitlicher Milchschneidezahn
- **3**: Milcheckzahn
- **4**: erster Milchmolar
- **5**: zweiter Milchmolar

Das Milchgebiss reicht damit von 51 bis 85. „75“ ist der zweite Milchmolar unten links, an dessen Stelle später der Zahn 35 tritt. Im Wechselgebiss stehen beide Nummernkreise nebeneinander in der Karteikarte.

## Zahnflächen und ihre Abkürzungen

Flächenangaben zeigen, wo am Zahn eine Karies oder Füllung liegt. Die folgenden Kürzel sind gebräuchlich, die Schreibweise unterscheidet sich aber zwischen Praxen und Programmen:

- **m**: mesial, zur Mitte des Zahnbogens hin
- **d**: distal, von der Mitte weg
- **o**: okklusal, Kaufläche der Seitenzähne
- **i**: inzisal, Schneidekante der Frontzähne
- **b**: bukkal, zur Wange hin
- **v**: vestibulär, zum Mundvorhof hin (bei Frontzähnen auch labial)
- **l**: lingual, zur Zunge hin
- **p**: palatinal, zum Gaumen hin

Mehrere Flächen werden zusammengeschrieben. „36 mod“ steht für eine Füllung oder Karies an Zahn 36 mesial, okklusal und distal. Für die Abrechnung zählt die Zahl der Flächen: Der BEMA unterscheidet bei plastischen Füllungen zwischen einflächig (F1), zweiflächig (F2), dreiflächig (F3) und mehr als dreiflächig (F4).

## Befundkürzel im Heil- und Kostenplan

Für den Befund im Heil- und Kostenplan gilt eine feste Liste. Nach den [Ausfüllhinweisen zum Heil- und Kostenplan (Anlage 14d BMV-Z)](https://www.kzbv.de/wp-content/uploads/bmv-z-2026-04-01_anlage-14d.pdf) dürfen ausschließlich die Kürzel verwendet werden, die in der Technischen Anlage (Anlage 15a BMV-Z) vereinbart sind. Befundkürzel werden kleingeschrieben. Die wichtigsten aus der Liste „Kennzeichen des Befundes“:

- **f**: fehlender Zahn
- **x**: nicht erhaltungswürdiger Zahn
- **ww**: erhaltungswürdiger Zahn mit weitgehender Zerstörung
- **pw**: erhaltungswürdiger Zahn mit partiellen Substanzdefekten
- **k**: klinisch intakte Krone
- **kw**: erneuerungsbedürftige Krone
- **pkw**: erneuerungsbedürftige Teilkrone
- **b**: Brückenglied
- **bw**: erneuerungsbedürftiges Brückenglied
- **e**: ersetzter Zahn
- **ew**: ersetzter, aber erneuerungsbedürftiger Zahn
- **t**: Teleskopkrone
- **tw**: erneuerungsbedürftige Teleskopkrone
- **r**: Wurzelstiftkappe mit ersetztem Zahn
- **a**: Adhäsivbrücke (Anker)
- **ab**: Adhäsivbrücke (Brückenglied)
- **sk**: implantatgetragene intakte Krone
- **skw**: erneuerungsbedürftige implantatgetragene Krone
- **ix**: zu entfernendes Implantat
- **ur**: unzureichende Retention
- **)(**: Lückenschluss

Das Kürzel „ur“ hat laut Anlage 14d zwei Anwendungen. Bei herausnehmbarem Zahnersatz kennzeichnet es Zähne, deren Krone keine ausreichende Retention für die Halteelemente bietet. Bei Brücken kennzeichnet es Zähne, die aus statischen und funktionellen Gründen als zusätzliche Pfeiler einbezogen werden sollen. Die vollständige Liste mit allen implantat- und teleskopbezogenen Kürzeln steht in der Technischen Anlage.

## Kürzel für die geplante Versorgung

In den Zeilen für Regelversorgung und Therapieplanung stehen Großbuchstaben. Die Technische Anlage nennt unter anderem:

- **K**: Krone
- **KV**: Krone mit vestibulärer Verblendung
- **KM**: Krone vollkeramisch oder keramisch vollverblendet
- **PK**: Teilkrone
- **B**: Brückenglied
- **BV**: Brückenglied mit vestibulärer Verblendung
- **BM**: Brückenglied vollkeramisch oder keramisch vollverblendet
- **E**: zu ersetzender Zahn
- **H**: gegossene Halte- und Stützvorrichtung
- **T**: Teleskopkrone
- **SK**: implantatgetragene Krone
- **A**: Adhäsivbrücke (Anker)

Die Anlage vermerkt zu jedem Kürzel, ob es zur Regelversorgung gehört. KV ist dort als Regelversorgung gekennzeichnet, KM nicht.

## Abkürzungen aus dem BEMA

Viele Kürzel in der Karteikarte sind Kurzbezeichnungen von BEMA-Leistungen. Die [BEMA-Kurzfassung der KZBV](https://www.kzbv.de/wp-content/uploads/KZBV_BEMA_Kurzfassung_2026-01-01.pdf) führt sie neben den Gebührennummern:

- **Ber**: Beratung eines Kranken (Ä1)
- **U**: eingehende Untersuchung (01)
- **ViPr**: Sensibilitätsprüfung der Zähne (8)
- **bMF**: besondere Maßnahmen beim Präparieren oder Füllen (12)
- **F1 bis F4**: plastische Füllung nach Zahl der Flächen (13 a bis d)
- **Cp**: indirekte Überkappung (25)
- **P**: direkte Überkappung (26)
- **VitE**: Exstirpation der vitalen Pulpa (28)
- **Trep1**: Trepanation eines pulpatoten Zahnes (31)
- **WK**: Aufbereiten des Wurzelkanalsystems (32)
- **Med**: medikamentöse Einlage (34)
- **WF**: Wurzelkanalfüllung (35)
- **I**: Infiltrationsanästhesie (40)
- **L1**: Leitungsanästhesie, intraoral (41 a)
- **X1, X2, X3**: Entfernen eines einwurzeligen, mehrwurzeligen oder tieffrakturierten Zahnes (43 bis 45)
- **Ost1**: Entfernen eines Zahnes durch Osteotomie (47a)
- **Zst**: Entfernen harter Zahnbeläge (107)
- **Rö2**: Röntgendiagnostik der Zähne, bis zwei Aufnahmen (Ä 925 a)

## Weitere gebräuchliche Kürzel

Diese Abkürzungen sind verbreitet, aber nicht einheitlich festgelegt. Ihre Bedeutung kann von Praxis zu Praxis abweichen:

- **c** oder **C**: Karies
- **LA**: Lokalanästhesie
- **PZR**: professionelle Zahnreinigung
- **PSI**: Parodontaler Screening-Index
- **OPG**: Orthopantomogramm, Panoramaschichtaufnahme beider Kiefer
- **OK** und **UK**: Oberkiefer und Unterkiefer
- **ZE**: Zahnersatz
- **HKP**: Heil- und Kostenplan
- **WKB**: Wurzelkanalbehandlung

Wer Kürzel außerhalb der festen Listen nutzt, sollte sie im Team einheitlich verwenden. Eine Akte muss auch für die Vertretung oder eine weiterbehandelnde Praxis lesbar sein. Wie vollständige Einträge mit diesen Kürzeln aussehen, zeigen die [Beispiele für die zahnärztliche Dokumentation](/de/blog/dokumentation-zahnarzt-beispiele).

## Wie Chetti Zahnnummern in Notizen schreibt

Chetti ([KI-Dokumentation für die Zahnarztpraxis](/de/ki-dokumentation-zahnarztpraxis)) ist auf Zahnmedizin ausgerichtet und kennt das FDI-Zahnschema sowie Begriffe aus BEMA und GOZ. Zahnangaben aus dem Gespräch schreibt Chetti in der Notiz im FDI-Schema. In der Vorlage „Kurzdokumentation“ steht die Zahnnummer am Anfang des Stichpunkts. Stichpunkte, die das Transkript nicht sicher belegt, erscheinen als „Hinweis zur Prüfung“. Was in die Akte gehört, regelt der Artikel zur [Dokumentationspflicht in der Zahnarztpraxis](/de/blog/dokumentationspflicht-zahnarzt).

## Häufige Fragen

### Was bedeutet „mod“ beim Zahnarzt?

„mod“ steht für die Flächen mesial, okklusal und distal. „36 mod“ beschreibt eine dreiflächige Karies oder Füllung an Zahn 36, dem ersten Molar unten links.

### Wie sind Milchzähne im FDI-Schema nummeriert?

Milchzähne haben die Quadranten 5 bis 8 und je Quadrant die Positionen 1 bis 5. Das Milchgebiss reicht von 51 (mittlerer Milchschneidezahn oben rechts) bis 85 (zweiter Milchmolar unten rechts).

### Was bedeuten ww und pw im Heil- und Kostenplan?

„ww“ steht für einen erhaltungswürdigen Zahn mit weitgehender Zerstörung, „pw“ für einen erhaltungswürdigen Zahn mit partiellen Substanzdefekten. Beide Kürzel stammen aus der verbindlichen Liste der Technischen Anlage zum elektronischen Antragsverfahren.

### Was ist der Unterschied zwischen KV und KM?

KV ist eine Krone mit vestibulärer Verblendung, KM eine vollkeramische oder keramisch vollverblendete Krone. Die Technische Anlage führt KV als Regelversorgung, KM nicht.

### Schreibt Chetti Zahnnummern automatisch im FDI-Schema?

Ja, Zahnangaben aus dem Gespräch erscheinen in der Notiz im FDI-Schema. Was das Transkript nicht sicher belegt, markiert Chetti als „Hinweis zur Prüfung“, damit Sie es vor dem Übernehmen kontrollieren.
